Eindeutiger Beschluss des Mainzer Stadtrates zum Heiligenhaus

Erhalt des Wäldchens und schnellstmögliche Unterschutzstellung

Pressemitteilung (11.02.2021) - NABU Mainz und Umgebung

Der NABU Mainz und Umgebung begrüßt uneingeschränkt den am 10.2.2021 mit großer Mehrheit getroffenen Beschluss des Mainzer Stadtrates hinsichtlich des Wäldchens am Heiligenhaus in Hartenberg/Münchfeld. Der schlussendliche Antragstext ist kurz und knapp, aber eindeutig:

  • es wird ein Alternativstandort für die geplante Kita gesucht;
  • der alte B-Plan H 70 auf einem Teil des Gebietes wird aufgehoben;
  • das Wäldchen wir nach Naturschutzrecht unter Schutz gestellt.

Fast wichtiger noch als der bereits im Antragstext zum Ausdruck kommende politische Wille, das Biotop als Ganzes zu erhalten, waren die in der Sitzung von allen Parteien und der Verwaltung getätigten Willensbekundungen.
Denn in diesen wurde einstimmig zum Ausdruck gebracht, dass ein Alternativstandort zu finden ist – und auch gefunden werden wird. Mehrere Standorte sind bereits in der engeren Wahl, so die Verwaltung. Damit wird der politische Wille klar zum Ausdruck gebracht. Der NABU geht davon aus, dass dies nun handlungsleitend ist:

 

Der Wald am Heiligenhaus bleibt zu 100% erhalten und wird unter Schutz gestellt.

 

Eine nicht unerhebliche Rolle bei der Rettung dieses wichtigen Biotops hat sicherlich die vom NABU gestartete Petition gespielt, deren Zwischenergebnis von über 8.200 Unterschriften kurz vor der Sitzung von den NABU-Vertretern Gerhard Schmoch und Christian Henkes an den Oberbürgermeister Michael Ebling übergeben wurde.

Überreichung der 8.200 Unterschriften durch Christian Henkes (r.) an den Oberbürgermeister Michael Ebling (2. v.r.). Anwesend waren auch Umweltdezernentin Katrin Eder (2. v.l.) und Manuela Matz, Liegenschaftsdezernentin. (Foto: Gerhard Schmoch, NABU)
Überreichung der 8.200 Unterschriften durch Christian Henkes (r.) an den Oberbürgermeister Michael Ebling (2. v.r.). Anwesend waren auch Umweltdezernentin Katrin Eder (2. v.l.) und Manuela Matz, Liegenschaftsdezernentin. (Foto: Gerhard Schmoch, NABU)

In einer wachsenden Stadt wie Mainz gibt es immer viele Bedarfe, die auf nicht zu vermehrender Fläche zu befriedigen sind. Der „Fall Heiligenhaus“ zeigt nun deutlich, dass in der Abwägung zwischen diesen Bedarfen (z.B. Wohnen, Gewerbe, Verkehr) der Natur in Gestalt der Grün- und Biotopflächen eine viel höhere Priorität zukommen muss als in der Vergangenheit. Weit über 8.000 Unterschriften zeigen dies deutlich. Hier gilt es mit allen Akteuren der Stadtgesellschaft in einen in die Zukunft weisenden Diskurs einzutreten.  


Anmerkung: Der NABU beendet die Online-Petition noch nicht, um die interessierten Unterstützenden über den weiteren Verlauf (Alternativstandort, Unterschutzstellung) informieren zu können.

 

Mehr Inforamationen und die Petition finden Sie hier.


Für Mensch und Natur

Gruppenfoto anlässlich des 111jährigen Jubiläums (Foto: Bodo Witzke)
Gruppenfoto anlässlich des 111jährigen Jubiläums (Foto: Bodo Witzke)

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